Studiengänge

Neben den klassischen Einstiegswegen in den öffentlichen Dienst, gibt es eine Reihe von anderen Möglichkeiten. Im Öffentlichen Dienst unterscheidet man den „nichttechnischen“ vom „technischen“ Dienst. Die so genannten nichttechnischen Berufe sind in der Regel reine Verwaltungsberufe (Beamter im mittleren oder gehobenen nichttechnischen Dienst). Hier werden Anträge von Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet und vor allem Gesetze und Verordnungen umgesetzt. In vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes werden aber auch Fachleute benötigt, die entsprechende Ausbildungen oder Studiengänge absolviert haben. So findet man Informatiker in der Datenverarbeitung einer Behörde, Amtsärzte und Psychologen im medizinischen Dienst der Gesundheitsämter, Tierärzte als Mitarbeiter von Veterinärämtern.

Ähnlich wie im nichttechnischen Dienst einer Behörde gelten auch für den technischen Dienst bestimmte Zugangsvoraussetzungen.

In der Regel arbeiten Absolventen einer Berufsausbildung im mittleren Dienst. Bachelorabsolventen von Fachhochschulen und Universitäten werden im gehobenen Dienst eingestellt. Absolventen mit Masterabschluss, egal ob Fachhochschule oder Universität, können im höheren Dienst eingestellt werden. Dazu zählen auch diejenigen, die ein Staatsexamen an einer Universität erlang haben, wie Ärzte oder Juristen.

Hier findet ihr folgende Studiengänge:

Hier einige Beispiele für „technische“ Verwaltungsberufe, für die man sich nach dem Erreichen des Bachelor- oder Masterabschlusses bewerben kann:
Kommunale Bauämter:
Hier arbeiten unter anderem Bauingenieure, Architekten oder Vermessungsingenieure
Gesundheitsämter:
Ärzte, Psychologen

Forstämter:
Fortwirte, Forstwissenschaftler

Straßenbauämter:
Bau- und Vermessungsingenieure

Wetterdienst:
Meteorologe

Umweltämter:
Biologen, Landschaft- und Geoökologen

Wirtschaftsförderung:
Geographen, Raumplaner, Betriebswirte

Gewerbeaufsicht:
Chemiker, Lebensmittelchemiker, Betriebswirte, Ingenieure

Museen:
Archäologen, Historiker, Kunstwissenschaftler, Naturwissenschaftler, Physiker, Archivare, Sozialwissenschaftler und viele mehr

Schulämter:
Lehrer, Pädagogen, Sozialwissenschaftler
Juristen (Rechtswissenschaftler) bilden eine Besonderheit, denn sie sind eigentlich in jeder Behörde zu finden. Jede Behörde hat eine Widerspruchsstelle oder Rechtsabteilung. Unter anderem als politische Beamte, die auf Zeit gewählt werden, sind sie fast in jeder Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltung zu finden.


Der Einstieg nach dem Studium

Juristen benötigen nach ihrem Studium (erstes Staatsexamen) noch ein Referendariat (zweites Staatsexamen), um in den höheren Dienst einzusteigen. Auch andere Behörden haben Vorbereitungsdienste (zum Beispiel die Lehrer oder zukünftige Attachés im Auswärtigen Amt). Hier sind entsprechende Stellenausschreibungen zu finden: Beamter werden im höheren Dienst